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Ihr habt schon richtig gelesen: „Apnoe Icehockey unter Eis“. Das vergangene Wochenende könnte glatt unter dem Titel „Atemlos“ in die (Tauch)Geschichte des Weissensees eingehen. Nach dem Rekordversuch im Apnoe-Tieftauchen unter Eis von Christian Redl blieb kaum Zeit zum Durchatmen, denn bereits am Samstag stand die Europameisterschaft im Icehockey unter Eis – ohne Sauerstoffgerät an. Chris Redl trat nach seinem Zwischenfall beim Rekordversuch am Freitag (er erlitt ein Blackout beim Auftauchen – siehe vorheriger Bericht) – gemeinsam mit Ivan Mircetic topfit für Österreich an um den Titel zu holen.

Diese Extremsportart hat Christian Redl im Jahr 2005 erfunden; samt Regulären, Sicherheitsanforderungen und Spielregeln. Im selbigen Jahr wurde auch das erste Turnier am Weissensee ausgetragen. 2007 und 2013 folgten Weltmeisterschaften. Finnland, Slowakei, Polen, Deutschland, Österreich, Schweiz – alle entsanden bereits Teams zum Weissensee.

(c) Gabor Bojar

Das das mediale Interesse dabei äußerst hoch ist, erklärt sich fast von selbst. Über 500 TV-Sender berichteten nebst Print- und Onlinemedien bereits darüber. 2020 reiste gar ein Team von CNN an, um über diese Event zu berichten. Beachtet man dann noch, dass diese Extremsportart, welche den Athleten sämtliche Fähigkeiten im Freitauchen und zusätzlich noch eine große Portion Geschick im Umgang mit Hockeyschläger und Styroporpuck; kopfüber versteht sich; abverlangt, extrem viel Spaß macht war es nur eine logische Konsequenz ein weiteres Turnier zu veranstalten.

Die Wahl der Location war – wie auch schon am Vortag – eine Herausforderung. 3 Teams, Sicherungstaucher, Journalisten, Sponsoren, Equipment, Tore, Banner, Spielfeldabgrenzungen und Zuschauer müssen unter der obersten Prämisse – der Sicherheit – unter einen Hut gebracht werden. Noch dazu sollte der Platz natürlich „attraktiv“ und nicht zu weit weg „vom Schuss“ sein. Die hohen Temperaturen der letzten Tage und das damit dahinschmelzende Eis machten die Sache nicht einfacher. Die Wahl fiel auf den Westteil des Weissensees unweit entfernt der „Bilder am Eis“ – Europas größter Freiluftgallerie.

Ausgestattet mit herkömmlichen Eishockeyschlägern, Neoprenanzügen, Maske, Flossen und Blei gehen die Zweierteams unter die Eisfläche, um auf dem neun mal sechs Meter großem Spielfeld kopfüber auf Torjagd zu gehen. Wie beim Eis-hockey muss der Puck, welcher aus Styropor ist damit er an der Eisoberfläche „geschoben“ werden kann, mit dem Schläger ins gegnerische Tor manövriert werden. Die Tore werden übrigens kopfüber an der Eisoberfläche verschraubt. An beiden Seiten des Spielfelds gibt es Löcher zum Auftauchen und Luft holen. Eine Partie besteht aus 3/3 zu je 10 Minuten. 

Damit die Sicherheit der Athleten gewährleistet ist, sind entlang des Unterwasserspielfeldes Sicherungstaucher positioniert. Die Sicherungstaucher tauchen natürlich mit Gerät und greifen im Notfall sofort ein. Selbstverständlich ist auch ein Arzt anwesend.

2020 herrschten unter dem Eis wirklich beinharte Bedingungen. Durch das Schmelzwasser war die Sicht extrem schlecht – nur ca. 2 Meter. Das ist äußerst unüblich. Umso höher ist die Leistung der Athleten einzustufen!

Am Ende des Turniers konnte sich Österreich (Ivan Mircetic und Christian Redl) knapp vor Deutschland (Heike Schweriner und Klaus Kasten) und der Schweiz (Intelhofer Petra und Yilmazer Bafuhan) zum Europameister im Apnoe Icehockey unter Eis küren. Klar gesagt werden muss ganz deutlich, dass unter diesen Bedingungen alle den ersten Preis erlangt haben!

Allen Athleten und Mitwirkenden hat es sehr viel Spaß gemacht und nach der Siegerehrung im Hotel wurde noch einiges an Taucherlatein ausgetauscht – genau so, wie es sich gehört!

Es war uns eine große Freude, Teil dieser großartigen Veranstaltung zu sein und wir hoffen sehr auf ein weiteres Turnier 2021! Wir sind auf jeden Fall dabei :-)!

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