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Ein Wochenende, an Spannung kaum zu übertreffen, liegt hinter uns. Am Freitag wagte der „Iceman“ Christian Redl einen neuen Weltrekordversuch im Apnoetauchen unter Eis. Sein Ziel: 71 Meter Tiefe.

Christian Redl, Extremsportler, Freitaucher, Speaker, Testimonial ist dem Weissensee und unserem Hotel bereits seit 2003 treu – nicht nur wenn es darum geht Rekorde purzeln zu lassen sondern auch dann, wenn ein neuer Werbespot mit ihm als Testimonial gedreht wird. Unzählige Rekorde verbucht Christian bereits auf seinem Konto, darunter viele an Spektakularität nicht zu übertreffen. Nur zwei Beispiele: Der höchste jemals durchgeführte Apnoetauchgang weltweit auf 5160m im höchsten der sechs Gokyo-Seen in Nepal oder der erste Mensch, welcher auf 3.200 Metern Seehöhe ohne Pressluftflasche 23 Meter tief in einen Eisschacht am HIntertuxer Gletscher taucht. Viele seiner Rekorde im Apnoetaucher unter Eis stellte Christian Redl am Weissensee auf. Am 14. Februar 2020 sollte ein weiterer dazu kommen.

Das Vorhaben

Christian Redl möchte apnoe – das bedeutet ohne Pressluftflasche, mit einem einzigen Atemzug auf 71 Meter Tiefe unter Eis im Weissensee abtauchen. Um diese Tiefe zu erreichen nimmt Redl einen sogenannten „Schlitten“ zu Hilfe. Eine Konstruktion, auf welche er sich quasi raufsetzt und die in in die Tiefe zieht. Der Aufstieg soll nach dem Touchdown mit eigener Muskelkraft erfolgen.

Sicherheit

Damit absolute Sicherheit für Christian gegeben ist, sind insgesamt 7 Sicherungstaucher mit Gerät entlang der Strecke bis auf die maximale Tiefe im Wasser um im Notfall sofort agieren zu können. Außerdem warten Apnoe-Sicherungstaucher welche ihm beim Aufstieg entgegentauchen und ihn ab ca. 20 Metern Tiefe bis zur Oberfläche empfangen und begleiten. Immer mit dabei ist natürlich ein Notarzt.

Die Location

Die Location ist eine logistische Herausforderung, denn es wird eine Tiefe von ca. 80 Metern benötigt. Natürlich gibt es viele Stellen am See, wo diese Voraussetzung gegeben ist. Der Clou dabei ist, dass das ganze Material, die Crew, die Sponsoren und die internationale Presse welche natürlich großes Interesse an diesem Vorhaben hat und vor Ort dabei sein möchte, in die Seemitte gebracht werden muss. Am Donnerstag machte sich das Team rund rund um Extremsportler Christian und das Team von Yachtdiver Weissensee rund um Ernest Turnschek auf, um die passende Stelle zu finden. Der letztmögliche, mit Fahrzeugen zu erreichende Ausgangspunkt ist „Little Canada“. Bereits die Tage davor checkte mein Mann Ernest mit unserem Team die Bedingungen ab. Mit Allradfahrzeugen samt Ketten, da der Weg stark vereist war, Quad und Skidoo war zumindestens die Erreichbarkeit gegeben. Meter für Meter geht es nun quer über die Eisdecke des Weissensees in Richtung tiefster Stelle. Ständig werden Probebohrungen durchgeführt um die Eisdicke zu ermitteln. Entwarnung: Wir haben auf ganzer Strecke rund 30cm Kerneis und die ideale Stelle mit 95 Metern Tiefe gefunden! Ein erstes Durchatmen für das ganze Team und natürlich Christian Redl. Der Aufbau kann beginnen.

Tag X

Eine spürbare Anspannung liegt in der Luft – bei allen Beteiligten. Christian Redl ist mental und körperlich topfit, bestens vorbereitet und hochkonzentriert. Der Probetauchgang am Vortag hat reibungslos geklappt – ein gutes Vorzeichen. Die ersten Journalisten treffen ein und werden von Ernest und dem Yachtdiver Team nach „Little Canada“ gebracht. Christians Team ist bereits Vorort und bereitet alles vor. Als letzter verlässt Christian mit seinem Mentalcoach und Manager das Hotel und steigt in den Van. Es wird ernst. Auch ich bin angespannt, aufgeregt und etwas nervös. Vor Ort kann ich nicht dabei sein – ich halte die Stellung im Hotel und koordiniere die letzten Transfers für Journalisten die sich etwas verspätet haben.

71 Meter Tiefe erreicht – Zwischenfall beim Aufstieg

Die Sicherungstaucher sind im Wasser, alle Journalisten positioniert. Alles ist bereit. Wortlos, fokussiert und entschlossen kommt Christian in Begleitung des Arztes und seines Mentalcoaches zum Eisloch. Die letzten Vorbereitungen, die letzten Atemübungen, die letzten Konzentrationsübungen. Es ist so still, man könnte eine Stecknadel fallen hören. Einzig die tiefen Atemzüge von Christian sind zu hören. Er gleitet ins 4Grad kalte Wasser des Weissensees, rund um ihn herum Eis. Christian positioniert sich am Schlitten und verschwindet in der dunklen Tiefe des Weissensees. Für alle an der Oberfläche sind die Minuten kaum zu ertragen. Nichts ist zu sehen, nichts ist zu hören. Als man die Lampen der Sicherungstaucher aufsteigen sieht wird die Spannung unerträglich. Hat Christian es geschafft?

Plötzlich wird es unruhig – etwas stimmt nicht! Ein Apnoesicherungstaucher taucht mit Christian im Arm auf. Blackout – so nennt man das. Christian hat kurz vor der Oberfläche das Bewusstsein verloren. Sofort werden alle nötigen Maßnahmen eingeleitet – am wichtigsten: Die sofortige Verabreichung von Sauerstoff. Christian erlangt bereits nach kurzer Zeit das Bewusstsein wieder. Entwarnung: Alles ist in Ordnung!

Dank unserer bestens organisierten Transportlogistik wurde Christian sofort zurück ins Hotel gebracht und die Erleichterung war riesengroß, als er gemeinsam mit seinem Arzt und Coach wieder im Hotel eingetroffen ist! Bereits am späten Nachmittag saß Christian wieder in der Lobby und gab Interviews – welch ein Glück! Thomas Holzmann, Chef der Sicherungstaucher betonte wie wichtig es ist, dass solche Szenarien in allen möglichen Varianten immer und immer wieder trainiert werden um im Notfall ohne lange nachdenken zu müssen richtig und vor allem schnell zu reagieren. Natürlich hofft man, dass es beim Training bleibt aber wie wichtig es ist, hat man am Freitag gesehen.

Christian Redl: „Um 11.20 habe ich die Tiefe von 71 Metern erreicht – die Bedienungen waren perfekt – beim Auftauchen habe ich leider zu viel Energie aufgewendet und wurde kurz unter der Oberfläche bewusstlos – damit bleibe ich bei meinen 11 Weltrekorden. Es geht mir gut und morgen spielen wir Eishockey unter Eis … Ich möchte mich bei meinem ganzen Team bedanken – sensationeller Einsatz!“

Lieber Christian, du hast es geschafft, auf 71 Meter unter das Eis des Weissensees ab zu tauchen. Wir alle möchten dir dazu von ganzem Herzen gratulieren. Das wichtigste ist, dass du gesund bist und der Zwischenfall dank der grandiosen Leistung des gesamten Teams gut ausgegangen ist! Dass du am Tag darauf gemeinsam mit Ivan den Europameistertitel im Apnoe-Eishockey unter Eis geholt hast zeugt von deiner außergewöhnlichen mentalen und körperlichen Stärke! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

-> Christian Redl

-> Yachtdiver Weissensee

Text: Karoline Turnschek